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#31

Das Gesicht direkt vor der Mauer, stehst du da. Du betrachtest den Geruch von Beton und Asphalt. Ein bisschen grau, ein bisschen zu traurig. Im Übermorgen versunken, betrunken und doch da. So wach, so nah. Dein Atem beschreibt keuchend, was du fühlen sollst. Deine Hände umklammern das Ich, welches sich deiner Wahrnehmung entreißt und sich durch dein Herz beißt. Blutende Schmerzen und doch fühlst du nicht, bist du nicht. Das Prickeln in der Lunge vergeht und hinterlässt einen Geschmack nach saurem Regen. Der Heimweg ist dunkel und mit Schuld behaftet, wenn du in dich gehst, dann geh nicht unbewaffnet.
2.8.14 17:21


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#30

Sometimes we should stop waiting. And just feel. Nagellackentferner und Muffinformen. Im Kopf. Zuckerschock. Glaub dir nicht die Sachen, die du dir nachts sagst. Niemals. Schweig. Nach zwei Uhr nachts passiert nie etwas Gutes. Just sleep. Ein Anfang. Neue Worte, neue Sätze, neue Formulierungen. Wir haben mal über dieses und jenes Wort gelacht. Bevor du weinend zusammenbrachst.
4.6.12 00:06


#029

Ein H für jede Beleidigung. Und die Uhrzeit, die wie Gas in den Lungen hin und her schwankt. Und doch nicht tötet. Aber die Zeit tickt. Und du weißt, dass du die Worte nicht immer lesen wirst. Dass irgendwann, wenn du es nicht mehr wahr haben kannst, sich das Datum nicht mehr ändert. Das es aufhört zu ticken. Ich könnte schwören, dass es dich nicht interessiert. Wir wählen unser schönstes Schwarz. Wir sprechen unsere schönsten Worte. Und ein P für jedes Prost, welches über die Jahre auf unsere Herzen fiel. Viel zu viel. Und jetzt kaputt.
14.12.09 23:57


#028

Du kannst es nicht richtig machen, wenn es keinen falschen Weg gibt, Ich will nicht, dass du uns überlebst. Weiterleben. Wir. Aber du hast es nicht verdient. Du hast mich verdient. Ein Kuss. Die Kotze. Das Meer in deinen Augen läuft langsam aus. Und im Hinterkopf. Schallendes Gelächter. Über Dinge, die die Welt unberührt lassen. Aber dich nicht. Geh weiter, kleines Herz. Du bist doch sowieso schon lange nicht mehr hier. Du schlägst. Und ich schlage zurück. Es interessiert dich nicht mal, denkst du. Denke ich, dass du denkst, dass wir aufhören sollten zu denken? Du hast es verloren. Den Sinn in deinen Worten und das Kreischen deiner Sätze. Ein paar Kratzer am Kopf, Herz, Bein. Macht doch nichts, kleines Herz. Koch dich kaputt, Blut. Vor Wut und Pfeffer in deinen Augen siehst du mich schon gar nicht mehr.
21.11.09 12:52


#027

Du musst die Gefühle notieren, wenn du sie fühlst. Und da saß sie nun. Vor diesem strahlenden, weißen Blatt Papier. Atmete nicht. Dann versuchte sie es wieder. Holte tief Luft und nahm den Stift zur Hand. Sie wartete auf ein Gefühl, welches sie schließlich irgendwann fühlen musste. Nichts, dachte sie.
Wieder drei Stunden versucht etwas zu sein und wieder nichts dabei gemerkt. Nichts gefühlt.
Früher. Ja, früher war sie aus Glas. Milchglas. Mit ganz vielen Rissen und Zeichnungen mit Edding. Früher fiel sie herab und zerbrach und versuchte sich zusammen zu setzen um irgendwann nicht mehr den Aufprall spüren zu müssen. Die ganze Klebe, kiloweise, hielt sie zusammen. Sie verklebte sich selbst und die Abschürfungen, die Brüche und die Kratzer. Nicht, dass sie jetzt nicht mehr aus Glas bestehen würde. Nein, Figuren ändern ihre Bestandteile nicht. Aber sie gewinnen etwas dazu. Klebstoff. Massenweise Klebstoff, der Zellen und Zähne verklebt. Sehr unsichtbar aber nicht vollkommen. Vollkommen vom Boden abprallen, das kann sie. Und das kann sie verdammt gut und verdammt lange.
Und so saß sie Tag für Tag und versuchte etwas zu empfinden, zu fühlen, aufschreiben zu können. Und nebenbei suchte sie nach dem Feuer, welches ihren Klebstoff zum Verdunsten, zum Verbrennen, zum Zerschmelzen oder einfach nur zum Verschwinden brachte.
17.9.08 19:21


#026

Was I just your little toy?
Was I your revenge?
Was I just your funny game?
Was I just your revenge?
Now you're scared and wish you never played
Played with this high little girl
You wish we never met
Once was I made of glas
Long ago before I cracked
Say it's nothing special
Say we just do the things they do
Smile and breathe
Tell it never mattered anyway
Smile and breathe
Tell we never mattered anyway
I only react
I just play back
We should never be this high
You smashed my glas
And you made me do this
You made me do this
Realize.
React.
I just can remember everything
Your psychosocial smile
Your killing voice
I just can't forget
You're just a little puppet
Reaction.
Revenge.
Reflecting.
I was so naive, I was so naive
Waiting for you like a lovesick anorexic
Was I just your little toy?
17.9.08 19:11


#025

Ein Regentropfen weiß wahrscheinlich nicht, wie lange er fällt. Wie sollte er auch? Er hat weder Körper, noch exakte Form oder gar ein Hirn. Er weiß nicht mal wozu er da ist und, dass er einer Träne ähneln kann. Er ist einfach nur da, lässt mit sich machen, was andere wollen und ist irgendwann weg. Und das, obwohl er weder Körper noch Form oder gar ein Hirn hat. Ich habe mehr als diese drei Eigenschaften und weiß nicht wofür ich da bin. Ich weiß auch nicht, wie lange ich falle oder fallen kann. Aber warum sollte ich auch? Es würde ja doch nichts ändern. Du wechselst dich mit nichts ab. Und das ist das Schlimmste. An der Sache, meine ich. Nichts ist Leere und du wechselst ständig mit der Leere deinen Platz. Als hättet ihr euch abgesprochen. Irgendeiner von euch muss immer da sein. Es ist nicht so, als würde mir irgendetwas fehlen oder als wäre ich unglücklich, wenn das Telefon zwei Stunden ruhig ist. Aber wenn es dann plötzlich klingelt und du wieder da bist, dann muss die Leere so schnell verschwinden, dass sie Kratzer hinterlässt. Sie ist zwar weich und stumpf aber sie verschwindet dann so blitzartig durch irgendeine Öffnung, dass sie immer etwas kaputt macht. Das ist nicht schlimm. Aber wenn ein stummer Mensch plötzlich wieder sprechen kann, sagt er wahrscheinlich erst mal nicht viel. Wenn du nicht da bist, ähnle ich einem stummen Regentropfen, der ewig durch einen leeren Raum fällt. So und nicht weniger theatralisch ist es und wird es bleiben.
21.7.08 11:11


#024

Die Sonne schlich sich langsam durch das Fensterglas als ich nicht aufhörte gen Zimmerdecke zu starren. Du hast mein Bett zerwühlt und dich stumm nach Draußen geschlichen. Ohne ein Wort. Erwartungen bringen uns um. Dich weniger als mich. Wir könnten stille Post spielen und du dich verlieren. Aber du ziehst lieber weiter. Wir könnten kleine und große Seifenblasen aus dem Fenster über die schlafende Stadt pusten. Aber du gehst lieber ohne mich auf der Straße entlang. Seufzend ignoriere ich das Geld auf dem Tisch. Du hättest mich aus meinem Versteck locken sollen, denke ich. Inkognito sein ist eine Last. Aber ich habe nicht mehr zu erwarten als du bezahlt hast. Deine Hautfetzen unter meinen Fingernägeln riechen verfault und der Putz brökelt von meiner Wand. Bald wird sich der Tag wieder erhängen und ich werde wieder keinen Funken Interesse heucheln. Heucheln. Heucheln. Dein Atem lebt einsam auf meiner Haut weiter. Dein Interesse schlägt sich auf meinem Konto nieder. Oder in meiner Lunge. Und die Moral von der Geschichte ist pikiert. Dornröschen hat sich prostituiert.
7.7.08 19:01


#023

Ganz sanft und leise. Aber keine Musik. Nur das leise Pochen deines Herzens. Wenigstens pocht es noch. Vielleicht versuche ich dich zu fesseln. Vielleicht versuche ich das mit meinen Augen. Aber dein Blick wendet sich ab. Du schaust zu Boden. Deine Stimme ist sanft und leise. Und klingt nicht mehr. Fliegt nicht mehr mit dem Wind um die Welt. Dein Gesicht bleibt stumm. Ich könnte nicht sagen, wie es dir geht, wenn du mir nicht sagen würdest, dass alles super sei. Das Geld in deinem neuen Job würde stimmen und das Essen in der Kantine sei auch nicht schlecht. Dir geht es gut, sagst du. Ich atme lautlos tief durch. Ich kann dir jetzt nicht helfen, denke ich. Aber ich würde es trotzdem gerne. Du müsstest jetzt wieder weiter. Und ich denke, dass ich mitkommen will. Und dann gehst du und es tut mir immer noch Leid. Dass wir uns damals, ganz offensichtlich, liebten. Bis zu dem Tag an dem wir es versiebten.
28.6.08 00:29


#022

Manchmal spiele ich du und ich. Wir. Wie wir miteinander reden. Und du mir schwörst, wie schlecht ich bin. Manchmal spiele ich deine Stimme in meinem Kopf ab. Und ich könnte steuern, was du sagst. Wie immer. Manchmal spiele ich deine Sätze noch einmal durch. Und hoffe vielleicht darauf, dass das Spiel anders ausgeht. Manchmal ist meistens oft. Und immer sagst du nur das, was du immer gesagt hast. Die Lösung für das Spiel hat sich in unserer Kotze aufgelöst. Warum muss Magensäure auch so ätzend sein? Und manchmal versuche ich dich zu erreichen. Aber du bist anders geworden. Du und ich kann ich nicht mehr in der Realität spielen. Und deine Stimme hat sich geändert. Und deine Sätze sind nicht mehr so, wie sie mal waren. Und das Spiel, welches keines mehr ist, geht anders aus. Aber anders als ich mir wünschen würde, dass es ausgeht. Manchmal spiele ich du. Und kann ansatzweise sehen, warum du dich verändert hast. Manchmal ist öfter meistens.

10.6.08 10:48


#021

Weißt du, ich war nie ein treuer Mensch. Ich habe ständig gelogen und betrogen. Und ich bin mir nie mehr als gar nichts wert gewesen. Und meine Augen waren immer böse. Denken und nicht sagen.

Wir stehen vor der kleinen roten Rutsche auf der großen grünen Wiese und warten auf etwas. Auf was weiß ich nicht, ich bezweifle, dass du es wissen könntest. Lautlos schiebe ich Sandkörnchen von links nach rechts und wieder zurück. Du hustest leise, aggressiv und doch irgendwie vorsichtig. Sag etwas, denke ich flehend. Aber du suchst mit der linken Hand nur nach einer Zigarette in deiner Tasche. Gefunden. Das Leuchten deines Feuerzeuges erhellt kurz dein Gesicht.

„Weißt du, ich war...“ sage ich und atme tief durch. Nein, ich kann nicht. Das geht nicht. Ich kann mich nicht für mich entschuldigen. Nicht schon wieder. Keine Entschuldigung dieser Minute würde ausreichen. Du schaust mich erwartungsvoll an obwohl du genau weißt, dass ich nicht weitersprechen werde weil du weißt, dass ich mich nicht entschuldigen kann.

„Würdest du mich noch lieben, wenn ich so wäre, wie du manchmal bist?“ sagst du ruhig und mit einem sanften Kratzen in der Stimme. Darauf war ich nicht vorbereitet. Das ist unfair. Aber was habe ich schon mit Fairness zu tun?

Rhetorische Fragen köpfen uns ja sowieso alle irgendwann.

9.6.08 10:41


Fremd #001

Ich weiß, wer du bist. Vertraut, doch fremd.
Ihr ein Spiegelbild meiner, das mich durch und durch kennt.
Von deinem Blute und auch deinem Abbild ich bin,
Doch dies beides zieht mich nicht zu dir hin...

Es ist Zeit nun diese Bühne zu verlassen.
Und den Vorhang falscher Unschuld fallen zu lassen.
Denn im Mutterleib lag nur ein Herz für der Schwestern zwei -
So war die eine totgeboren, die andere frei___

Und es lässt mir keine Ruh, war ich doch immer fort
Mein Herz in der anderen ruft: "Schwestermord!"
Gib mir zurück was du mir gestohlen
Gib es zurück, sonst werd ich’s mir holen
 
[Stillste Stund_Alice III (Schwestermord)] 
29.5.08 16:48


#020

Und ich bin älter als du jemals sein wirst. Seit Jahren. Seit Jahrzehnten bin ich tot. Mein Leben dauerte dreizehn Jahre. Ich könnte dir sagen, dass meinem Leben durch deine Hand ein Ende gesetzt wurde. Ein Ende, bei dem niemand als Mörder bezeichnet werden kann. Niemand. Ich glaube nicht, dass du verstehen könntest. Niemals.
Wenn du mich hasst, was empfinde ich dann für dich? Wenn du mich fertig machen willst, was glaubst du, will mein Hass mit dir machen? Wenn ich dir das gleiche antue, wie du mir - ist dann alles meine Schuld?
Ich verstehe dich. Wortlos. Das kleine tote Mädchen mit dem Zuckergesicht versteht schon. Dass man nicht lieben sollte. Und darf. Und muss. Und jetzt, wo ich es könnte, kann ich nicht. Nicht mal, wenn mein Leben davon abhängen würde. Und - das tut es tatsächlich.
28.5.08 17:26


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