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#010

Die Schritte hallen von den Bäumen wieder. Und deine Hand hält meine Hand fest. Kalt und mein Blick geht in die andere Richtung. Ich seufze und versuche definiert einen Schritt vor den anderen zu setzen. Ich bin ja jetzt glücklich. Das ist ganz neu und ich muss das toll finden. Ich bin glücklich mit dir. Wir sind die Lovestory des Jahres. Wir schreiben Geschichte, Baby. Und mein Blick geht nach oben. Du redest von Musik und wie lahm hier alles sei. Aber glücklich, ja, das sind wir jetzt. Jetzt und hier und so froh, dass wir uns endlich sehen können.

Wir werden gefragt, wohin dieser Weg geht und diese Frage stelle ich mir auch schon seit Stunden. Du antwortest dem Mann als würdest du hier schon ewig sein. Dann nimmst du wieder meine Hand und schaust mich an.

Wir gehen am Wasser entlang und sind bestimmt ganz glücklich. Du drückst mich an dich und ich schaue auf das Wasser. Vielleicht sehe ich dich ja.

Du versuchst mich zu küssen und ich stoße dich weg. Ich gehe. Schritt für Schritt. Zu den Steinen und suche die Zigarettenstückchen, die hier schon lange nicht mehr liegen können. Nur ein Stück DNA von dir.

Ich erwähne deinen Namen nicht. Sondern du bist nur unter „er“ bekannt. „Er“ hätte so viel falsch gemacht. „Er“ hätte mich nicht richtig behandelt. Du schaust mich verwundert an und beobachtest mich, wie ich das Wasser, den Sand und die Steine nach „er“ absuche. Das weißt du aber natürlich nicht. Denn du bist ja glücklich. Ich schließlich auch.

Ich habe „er“ verlassen weil es einfach nicht gepasst hat, sage ich. Du sagst nichts. Und wenn du es versuchst, sage ich dir, dass du sowieso keine Ahnung hättest. „Er“ weiß schon, was er falsch gemacht hat. Das sage ich, denke ich und weiß ich.

„Er“ hatte so warme Umarmungen für mich. Deine Hände greifen kalt nach meinen.

„Er“ hatte so schön dumme Sprüche. Du trinkst und bist den ganzen Tag glücklich mit deinem BMW.

Wir gehen den Weg entlang. Weiter. Und vor allem zusammen. Glücklich, wie noch nie. Endlich haben wir uns.

Ich würde zu viel von „er“ reden, sagst du. Das sei totaler Blödsinn und das würdest du auch wissen. Ich lasse deine kalten Hände los und zünde mir eine Zigarette an. Zumindest versuche ich es. Mein Feuerzeug ist leer. Du hast natürlich keins, arroganter Nichtraucher.

 

 

Zwei Stunden später schicke ich dich weg. Du kommst wieder. Ich laufe weg. Weine und sitze auf dem Gehweg. Vielleicht gehört das nur zum Schauspiel unseres Glücks. Als ich wieder zurückkehre ist dein Koffer verschwunden. Wir sind glücklich, okay? Ich hole dich zurück auf mein Bett und rede auf dich ein. Du wolltest mich glücklich machen, verdammt. Du versuchst mich zu küssen. Ich trinke einen großen Schluck Bacardi. Pur. Brennt besser im Herz.
25.3.08 14:34
 
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